Lerntipps

Nicht jeder Mensch lernt gleich gut. Während es Schülerinnen und Schüler gibt, die sich schnell viele Fakten einprägen können gibt es auf der anderen Seite Kinder, die mehrere Anläufe brauchen oder eher ein Verständniswissen besitzen. Wussten Sie, dass es verschiedene Lerntypen gibt? Ein jeder dieser Typen lernt und begreift auf unterschiedlichen Wegen am besten.

Der visuelle Lerntyp

Bei diesem Lerntyp erfolgt ein Großteil über die visuelle Wahrnehmung – also über Texte, Bilder oder Grafiken. Zur Lernunterstützung bietet es sich hier an, Skizzen oder Mindmaps zu erstellen, Videos zu schauen oder Lernkarteien anzulegen.

Der auditive Lerntyp

Diese Lerner begreifen am besten über das Zuhören und haben selten Probleme mit dem klassischen Frontalunterricht. Wichtig ist für solche Kinder vor allem eine ruhige Lernumgebung. Zur Unterstützung empfiehlt es sich, Texte laut zu lesen, auf Tonband aufzusprechen oder das Gelernte als Vortrag wiederzugeben.

Der motorische Lerntyp

„Learning by Doing“ ist das Prinzip dieses Lerntyps. Sie probieren gerne aus und bewegen sich bei Lernen. Wippen oder Herumlaufen während des Lernens, was oft als Zeichen für eine schlechte Konzentration gilt, sind genau das, was dieser Lerntyp braucht. Weiterhin können Sie ihn mit Experimenten, Rollenspielen oder Gruppenaktivitäten unterstützen.

Der kommunikative Lerntyp

Über das Gelernte sprechen ist das, was diesem Lerntyp am meisten hilft. Er begreift über den Austausch mit anderen. Diskussionen, Ratespiele oder das Lernen in Lerngruppen bieten sich an, um solche Lerner zu unterstützen.

Darüber hinaus gibt es weitere, vielfältige Möglichkeiten, Ihr Kind beim Lernen und im Schulalltag zu unterstützen – immer unter der Prämisse „Hilf mir, es selbst zu tun“

  • Achten Sie darauf, ob Ihr Kind über- oder unterfordert ist. Verringern oder Erhöhen sie entsprechend die Aufgabenschwierigkeit sowie das –pensum.
  • Schaffen Sie Erfolgserlebnisse, zum Beispiel in dem sie mit einfachen Aufgaben beginnen.
  • Ermutigen, Motivieren und Loben Sie Ihr Kind, kritisieren Sie es nicht.
  • Begleiten Sie Ihr Kind auf dem Weg zur richtigen Lösung – nicht Vorsagen, aber in die richtige Richtung lenken.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, sich zu organisieren und planen Sie eine feste Zeit für das Erledigen der Hausausgaben ein. Achten Sie auch auf eine angemessene Lernumgebung ohne Störfaktoren.
  • Zeigen Sie Interesse an den schulischen Leistungen. Lassen Sie sich beispielsweise abends erklären, was das Kind tagsüber gelernt hat.
  • Belohnungen? Ja, gern, aber nicht zu oft. Ein Kind muss begreifen, dass es für sich lernt und dass es ein schönes Gefühl ist, mit seiner eigenen Leistung eine gute Note zu erlangen.
  • Nutzen Sie verschiedene Lernmethoden um Ihr Kind zu fördern.
  • Vergessen Sie nicht, dass Ihr Kind auch Kind sein muss. Planen Sie genug Zeit für Spiel und Erholung ein.

Scheuen Sie sich nicht, Angebote zur Lernunterstützung, wie etwa die Nachhilfe, in Anspruch zu nehmen.