Rechtliche Bestimmungen

 

Hausaufgaben 

Um einen erfolgreichen Abschluss sicher stellen zu können, ist nicht nur das Lernen in der Schule wichtig. Ebenso erforderlich ist das Erledigen der Hausaufgaben sowie das Lernen zu Hause. Dabei sollten diese Ausgaben immer so angelegt sein, dass sie von Schülerinnen und Schülern grundsätzlich ohne weitere Hilfe erledigt werden können. Da Kinder in der Pflicht sind, Hausaufgaben zu erledigen, zugleich aber auch ein Recht auf ausreichend Erholung und Freizeit haben, ist gesetzlich geregelt, wie lange sich Ihr Kind täglich mit dem Schulstoff auseinandersetzen sollte.

1. bis 2. Klassebis 30 Minuten täglich
3. bis 4. Klassebis 60 Minuten täglich
5. bis 7. Klassebis 90 Minuten täglich
8. bis 10. Klassebis 120 Minuten täglich
QualifikationsphaseBis 180 Minuten täglich

 

Versetzungen 

Hat Ihr Kind Probleme mit dem Schulstoff und weist vor allem in den Kernfächern erhebliche Wissenslücken auf, die mit unzureichenden Leistungen einhergehen, kann eine Wiederholung des Schuljahres festgelegt werden. Dabei gibt es – je nach Schulform – besondere gesetzliche Bestimmungen.

Grundschule

Während der zweijährigen Schuleingangsphase werden keine Versetzungsentscheidungen getroffen. In begründeten Fällen kann entschieden werden, dass das Kind drei Jahre in der Schuleingangsphase verbleibt. Dies zählt jedoch nicht als „Sitzenbleiben“ oder „Wiederholen“ und erfordert eine Beratung der Erziehungsberechtigten sowie ein Aufklären derselben über mögliche Fördermaßnahmen. Sind auch nach drei Schulbesuchsjahren die Voraussetzungen für eine Versetzung in die 3. Klassenstufe nicht erfüllt, erfolgt eine sonderpädagogische Diagnostik.

Sekundarschule

Sekundarschulen sind durchlässig gestaltet, was bedeutet, dass bei unzureichenden Leistungen zum Ende des 6., 7. oder 8. Schuljahres ein Wechsel in den Hauptschulzweig stattfinden kann. Ebenso ist es bei ausreichenden Leistungen möglich, von dem Haupt- in den Realschulzweig zu wechseln.

Erlangt ihr Kind keinen Hauptschulabschluss, ist eine Wiederholung möglich. Verlässt Ihr Kind nach der 9. Klasse die Schule ohne Abschluss und hat seine Schulpflicht noch nicht erfüllt, erfordert dies das Absolvieren eines Berufsvorbereitungsjahres. Dabei erlernt es berufliches Grundlagenwissen und kann seinen Hauptschulabschluss erlangen.

Erlangt ihr Kind keinen Realschulabschluss, weil es die 10. Klasse bereits ein zweites Mal ohne Erfolg besucht hat, wird ihm der Hauptschulabschluss angerechnet.

 

Abschluss- und Vergleichsarbeiten 

Neben den schriftlichen Abschlussprüfungen für die verschiedenen Schulformen existieren weiterhin zentrale Klassenarbeiten (ZKA) für die Klassen 4 und 6 sowie die deutschlandweiten Vergleichsarbeiten (VERA) für die Klassenstufen 3 und 8. Damit sollen individuelle, fachbezogene Schülerleistungen überprüft werden. Die Vergleichsarbeiten dienen dabei nicht zur Benotung von Schülerleistungen.

In den Klassen 3 und 4 werden dabei die Kenntnisse in Mathematik und Deutsch überprüft. Für die 6. Klassenstufe ist außerdem ein Test in Englisch vorgesehen. Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 absolvieren darüber hinaus einen Test in Naturwissenschaften.